Zusatzernährung im Wochenbett.

Muttermilch ist die optimalste Ernährung für ein Baby. Wenn eine Mama ihr Baby aber nicht voll stillen kann oder sie nicht stillen möchte, muss das Baby anders ernährt werden. Dann greift man meist auf die Flasche, auf schweizerdeutsch, den Schoppen zurück. Je nach Spital und Grund für die zusätzliche Ernährung des Babys, hat man im frühen Wochenbett aber auch die Möglichkeit, dass Baby mit einem Becher zu ernähren.

Wenn ein Baby das gestillt wird, in den ersten Tagen nach der Geburt zusätzliche Nahrung braucht, zum Beispiel aufgrund eines Schwangerschaftsdiabetes des Mamis, einer Frühgeburtlichkeit oder auffälligen Blutzuckerwerten, wird bei uns die Formula, oder das Kolostrum aus dem Kolostrumbanking mit dem Becher gegeben. So kann das Kind in Ruhe das korrekte Saugen an der Brust erlernen und wird nicht zu früh durch einen Schoppen verwöhnt. Denn am Schoppen kommt, zu Beginn der Stillzeit, die Milch meist viel einfacher und rascher als an der Brust. Das Baby nippt am Becherrand oder schleckt die Milch sogar in seinem Tempo aus dem Becher. Die Milch wird meist durch die Pflegefachfrau oder Hebamme mit dem Becher gegeben, da auf die korrekte Lagerung des Kindes und Handhabung des Bechers geachtet werden muss. Man kann es sich aber auch zeigen lassen und dann dies selbst übernehmen. Es ist eher zur kurzfristigen, zusätzlichen Ernährung gedacht, von kleineren Mengen an Milch. Es kann aber auch länger mit dem Becher zugefüttert werden. Medela® hat in ihrem Sortiment solche Trinkbecher für Neugeborene.

Da das „Bercherlen“ eher umständlich wird, bei grösseren Milchmengen und den Kindern oft das Saugen fehlt, wechselt man dann meist auf einen Schoppen. Dies ist der Fall wenn das Baby über längere Zeit Zusatznahrung braucht oder das Mami nicht stillen möchte oder kann.
Bei den Schoppenflaschen und Saugern gibt es viele Anbieter und Modelle. Es gibt Kinder, die trinken an jedem Schoppen perfekt und andere, die gewisse Vorlieben haben. Auch spielt es eine Rolle, auf was man als Eltern wert legt. Einige bevorzugen Glasflaschen, da die Milch darin länger warm bleibt, andere finden Plastikflaschen praktischer. Bei Plastikflaschen ist es aber wichtig darauf zu achten, dass sie kein BPA enthalten. Auch bei den Saugern gibt es ganz unterschiedliche Formen und Grössen. Der Naturalsauger von bibi® gibt es zum Beispiel mit verschiedenen Durchflussraten. So kann die Fliessgeschwindigkeit der Milch, dem Baby angepasst werden. Auch hat dieser Sauger ein Anti-Kolik-Ventil, damit die Kinder weniger Luft schlucken beim Trinken.

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass ihr ausprobieren müsst wie es für euch und euer Baby stimmt. Lasst euch auch von eurer Stillberaterin oder Hebamme dazu beraten. Wenn ihr noch mehr Infos zum oben erwähnten Kolostrumbanking haben möchtet, findet ihr hier den Link zum Blogbeitrag: https://hebammehoch2.ch/hebammenblog/535/

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