Kontraktionen.

Kontraktion bedeutet, dass sich Muskelzellen im Körper anspannen/zusammenziehen. In der Geburtshilfe sind mit Kontraktionen meist Wehen gemeint. Die Gebärmutter ist ein Hohlorgan, das eine starke Muskelschicht hat. Die Gebärmutter wird während der Schwangerschaft, durch das Wachstum des Babys, stark gedehnt. Gegen Ende der Schwangerschaft beginnt dann die Gebärmuttermuskulatur für die Geburt zu „üben“ und man spürt immer wieder ein hart werden des Bauches. Dies geschieht durch das Zusammenziehen der Muskulatur. Das kann zu Beginn schmerzlos und unregelmässig, aber auch über mehrere Stunden leicht schmerzhaft und regelmässig sein. Diese Kontraktionen beschreibt man dann als Vorwehen oder Senkwehen. Das Baby findet sich so im Becken ein und bereitet sich auf die Geburt vor. Dies kann über Tage bis Wochen andauern. Es gibt Frauen die diese Senkwehen kaum bemerken und andere die extrem darunter leiden. Denn wenn man diese Kontraktionen als schmerzhaft empfindet, ist dies sehr Kräfte zehrend. Wichtig ist, dass man sich dann die nötige Ruhe verschafft, Pausen macht, ein Entspannungsbad nimmt und sich so wieder erholen kann.

Die Geburtswehen sind dann regelmässig, werden meist als schmerzhaft empfunden und das werdende Mami beginnt die Wehen zu veratmen. Das wichtigste aber ist, dass diese Kontraktionen eine Wirkung auf den Muttermund haben und die Geburt fortschreitet.

Kontraktionen können auch vorzeitig auftreten. Das heisst, dass sie vor der 37 0/7 SSW beginnen und das Risiko für eine Frühgeburt besteht. Dabei ist jedoch zu unterscheiden, ob die Kontraktionen den Gebärmutterhals verkürzen oder nicht. Bei beiden wird die Ursache gesucht und dann behandelt. Bei nicht portiowirksamen Kontraktionen (Gebärmutterhals verkürzt sich nicht) sind oft Stress oder strenge Tätigkeiten die Ursache. Der Körper warnt dann mit Kontraktionen, dass sich das Mami etwas ausruhen soll. Dies genügt dann meist schon. Es wird aber oft mit Magnesium und Bryophyllum behandelt. Zum Bryophyllum erfährt ihr am #phytofriday mehr. Bei portiowirksamen Kontraktionen (Gebärmutterhals verkürzt sich) wird je nach Schwangerschaftswoche ein Procedere besprochen. So lässt man ab der 34 0/7 SSW der Natur seinen Lauf und die Geburt fortschreiten. Vor der 34 0/7 SSW werden meist Schwangerschaftserhaltende Massnahmen wie eine Tokolyse (Wehenhemmung) gestartet. Dabei spielt aber auch die Ursache eine Rolle und die Massnahmen unterscheiden sich von Klinik zu Klinik.

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