Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft.

Viele Schwangere werden im zweiten Trimenon mit der Pertussis-Impfung (Keuchhusten-Impfung) konfrontiert. Sie sind dann meist verunsichert und fragen nach, ob dies sinnvoll ist und warum es überhaupt in der Schwangerschaft durchgeführt wird.

Doch beginnen wir beim Keuchhusten selber. Was ist das eigentlich? Und ist es gefährlich für eine schwangere Frau oder für Kinder?

Die Pertussis-Infektion wird durch das Bakterium „Bordetella pertussis“ verursacht. Diese Bakterium produziert dann ein Gift, das Pertussis-Toxin. Dies führt 1-3 Wochen nach der Ansteckung zu typischen Erkältungs-Symptomen, die mit der Zeit von einem immer schwerer werdenden Husten abgelöst werden. Es folgen die typischen Hustenanfälle, die mit dem Auswurf von zähem Schleim einhergehen und bis zum Erbrechen führen können. Die Infektion kann bis zu 6 Wochen anhalten.

Besonders gefährdet sind Säuglinge. Bei ihnen kann eine schwere Pertussis-Infektion zu Lungenentzündungen, Krampfanfällen und zu einer Schädigung des Gehirns führen.
Erwachsene und auch Frauen die schwanger sind, haben hingegen kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Doch warum wird man dann während der Schwangerschaft geimpft?
Da vor allem Neugeborene bei einer Infektion schwere Verläufe haben und sie noch nicht direkt nach der Geburt geimpft werden, impft man das werdende Mami. Durch die Impfung beginnt ihr Körper Antikörper zu bilden und gibt diese an das ungeborene Kind weiter. So hat das Baby wenn es auf die Welt kommt, einen mehr als 90%-igen Schutz. Dieser überbrückt die Zeit, bis man das Baby mit 2 Monaten dann das erste Mal impfen kann.
Da die Antikörpermenge beim Mami nach einer Impfung rasch wieder abflacht, wird in jeder Schwangerschaft wieder eine Impfung empfohlen.

Und wie sicher ist diese Impfung?
Bisher sind keine negativen Auswirkungen auf den Verlauf der Schwangerschaft, die Entwicklung des Babys oder Komplikationen bei der Geburt bekannt.

Jedoch ist es auch verständlich, dass man sich als werdendes Mami Sorgen macht vor einer Impfung. Dann sollte man immer abwägen, wie hoch das Risiko ist, dass das Baby in den ersten Lebensmonaten angesteckt werden könnte.
Wird es viel Kontakt haben mit nicht geimpften engen Familienangehörigen?
Geht es schon früh in eine Kita?
Kommt es im Herbst oder Winter zur Welt, wenn die Krankheitssaison ist?

Eine Erkrankung mit Pertussis bei Neugeborenen ist zum Glück nicht häufig, kann aber leider schwere Verläufe haben.

Schlussendlich muss es, wie bei allen Entscheidungen, für die werdenden Eltern stimmen.

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