Rückbildung.

Durch die hormonelle Veränderung und die neugewonnenen Platzverhältnisse für die umliegenden Organe, verändert sich neben den Rückbildung der Gebärmutter und des Beckenbodens, sehr viel im Körper einer Wöchnerin. Die Organe nehmen wieder ihren Ursprungsplatz ein und auch ihre Funktionstüchtigkeit wird verbessert. So kann die Lunge wieder besser belüftet werden, die Bluwerte normalisieren sich und die Verminderung des Blutvolumens führt zur Normalisierung des Herz- Kreislauf-Systems. Nach 2-3 Tagen verschwinden die Wassereinlagerungen im Körper und die Wöchnerin erkennt sich selbst wieder im Spiegel. Damit auch die Blase wieder die Leistung erbringen kann wie vor der Schwangerschaft, ist es wichtig, dass sie 3-4 Stündlich entleert wird. Die Hautpigmentierungen der Mamillen verblassen und die Schwangerschaftsstreifen wechseln von einem hellen rot zu weiss. Die Bauchmuskulatur die in der Schwangerschaft platz für das Baby machen musste, bleibt auch im Wochenbett im veränderten Zustand. Dies nennt man Rektusdiastase. Der ursprüngliche Zustand, wird meist erst nacht ca. 6 Monaten erreicht. Der durch die Schwangerschaft gelockerte Beckengürtel, bildet sich nicht mehr zurück.

Gebärmutter

Wenn wir Hebammen von Rückbildung sprechen, meinen wir meist den Rückbildungsverlauf der Gebärmutter im Wochenbett und die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur. Nach der Geburt ist es sehr wichtig, dass sich die vergrösserte Gebärmutter wieder in die Ursprungsgrösse verkleinert. Deswegen kontrolliert die Hebamme nach der Geburt häufig den Höhenstand der Gebärmutter und so auch die Blutung, welche aus der Wunde die die Plazenta in der Gebärmutter hinterlassen hat, austritt. Dies ist zu Beginn sehr unangenehm, aber enorm wichtig um sicher zu gehen, dass die Frau nicht zu viel Blut verliert. Im Wochenbett wird der Höhenstand der Gebärmutter, meist nur noch einmal täglich kontrolliert und die Frau wird nach der Farbe und Menge des Wochenbettflusses gefragt. Um die Gebärmutter korrekt beurteilen zu können, ist es wichtig, dass sie Wöchnerin auf dem Rücken liegt und die Harnblase leer ist. Um die Rückbildung der Gebärmutter zu unterstützen, kann eine Bauchmassage mit einem anregenden Öl gemacht werden. Dies macht meist die freiberufliche Hebamme, welche die Frauen zu Hause besucht. Regelmässiges Stillen, sowie ein regelmässiges entleeren der Harnblase unterstützen die Rückbilung der Gebärmutter ebenfalls.
Der Gebärmutterhals baut sich wieder auf und nach 10 Tagen ist der Muttermund gerade noch soweit geöffnet, dass der Wochenbettfluss abfliessen kann. Die kleine Öffnung im Gebärmutterhals einer Frau die ihr erstes Kind bekommt ist rund. Er kehrt aber nach einer Geburt nicht mehr in genau diese Form zurück. Die kleine Öffnung ist danach eher als queren Spalt zu bezeichnen.

Beckenboden

Der durch die Schwangerschaft schon gelockerte Beckenboden, erfährt bei der Geburt eine starke Dehnung und kann dabei auch verletzt werden. Deswegen ist es wichtig, diesen nach der Geburt wieder zu stärken um eine Inkontinenz im Alter zu verhindern. Mehr zum Thema Inkontinenz findet ihr im folgenden Blogbeitrag: https://hebammehoch2.ch/hebammenblog/467/

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