Milcheinschuss.

Der Milcheinschuss oder korrekt bezeichnet die initiale Brustdrüsenschwellung, tritt um den 3. Tag nach der Geburt auf und hält 1-2 Tage an. Wie es der Name schon sagt, schwellen durch eine verstärkte Durchblutung und Schwellung der Venen und Lymphbahnen, vor allem die Brustdrüsen an. Das Prolaktin steigt an und die Milchbildung startet nun richtig durch.
Die Frauen und vor allem auch die Männer machen meist grosse Augen wenn sie sehen, was mit der Brust innert Stunden geschieht. Oft hört wir dann Fragen wie: „Ist das wirklich normal? Was kann ich jetzt tun?“

Die Brust ist zu dieser Zeit auch empfindlich, fühlt sich sehr warm an und manche Frauen entwickeln sogar leichtes Fieber. Die Babys haben zu Beginn oft auch etwas Schwierigkeiten, die Brustwarze richtig zu fassen, da die Brust sehr gespannt ist. Die Brustmassage vor dem Stillen und das Auflegen von warmen Wickeln, kann das Anlegen des Babys in solchen Situationen erleichtern, da der Milchspendereflex bereits ausgelöst wird und etwas Muttermilch fliesst.

Wichtig ist es in der Zeit der initialen Brustdrüsenschwellung das Baby regelmässig zu stillen um die Brust zu entlasten. Nach den Stillmahlzeiten können kühle Wickel, für die Brust Linderung verschaffen. Sehr gut geeignet sind Quarkwickel oder Kohlblätter. Da sie neben der kühlenden Wirkung auch entzündungshemmend wirken. Beim Quarkwickel, welchen wir hauptsächlich empfehlen ist es ganz einfach. Nehmt den kühlen Magerquark aus dem Kühlschrank, streicht etwas auf ein Blatt Haushaltspapier und legt ein weiters Blatt darauf. Macht vier Stück davon, um pro Brust für die obere und untere Hälfte je einen Wickel zu haben. Legt, wenn ihr habt eine Stilleinlage auf die Brustwarze damit diese nicht in Kontakt mit dem Quark kommt. Sobald die kühlende Wirkung nachlässt könnt ihr sie wieder von der Brust entfernen. Dies könnt ihr nach jedem Stillen wiederholen. Achtet darauf, dass sich die Brust nach dem Stillen weicher und entlastet anfühlt. Tastet eure Brust selbst ab um verhärtete Stellen zu erkennen. So könnt ihr diese Stellen auch während dem Stillen leicht ausmassieren.

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