Lachgas.

Unter der Geburt gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Schmerzlinderung. Von natürlichen und alternativen Methoden wie der Bewegung, einer Massage, ein warmes Bad, Homöopathie, Aromatherapie, bis zu medikamentösen Mitteln. Es gibt kein Geheimrezept das allen Frauen hilft. Wenn man mit alternativen Massnahmen an seine Grenzen stösst und die Geburt noch nicht gleich in Sicht ist, greift man auf Wunsch der Frau oft zu Schmerzmittel. Dabei ist zu beachten, dass nicht jedes Medikament in jeder Phase der Geburt verwendet werden kann. Somit muss in jeder Situation mit der betreuenden Hebamme besprochen werden, was nun möglich ist. So gibt es krampflösende und schmerzstillende Medikamente, die man als Suppositorien (Zäpfchen), Tabletten oder als Infusion verwenden kann und die PDA (Periduralanästhesie) sowie das Lachgas.

Auf das Lachgas werden wir heute gezielt eingehen. Das Lachgas war bis in die 70er Jahre weit verbreitet und das meist auch einzige Schmerzmittel in der Geburtshilfe. Durch Probleme im Mischverhältnis und durch den Ruf einer Party-Droge, verschwand es für eine gewisse Zeit aus fast allen Gebärsälen. Nun ist es, mit einem neuen Mischverhältnis, zurück. Der Vorteil vom Lachgas ist, dass es schmerzlindernd und entspannend wirkt und ohne grosse Vorbereitung rasch verfügbar ist. Die Wirkung setzt nach ca. 30 Sekunden ein. Somit beginnt die Frau, mit Hilfe einer Maske, mit dem Einatmen des Gases sobald sie spürt, dass eine Wehe kommt. Sobald sie wieder 2-3 Atemzüge der „normalen“ Raumluft einatmet, lässt die Wirkung des Lachgases nach. Sie kann so selbst regulieren wie oft sie einatmet und wann die Wirkung ausreichend ist.

Nebenwirkungen sind kaum bekannt. Es gibt wenige Frauen, die während dem Inhalieren, über Übelkeit und Schwindel klagen. Dies lässt aber, zusammen mit der Wirkung, rasch wieder nach. Beim Neugeborenen können selten Atemdepressionen auftreten.
Es gibt Frauen, denen das Lachgas nicht angeboten werden darf. Das sind Frauen mit Herzerkrankungen, einem Mangel an Vitamin B12 oder Lungenproblemen. Zurzeit ist es auch wichtig zu wissen, dass Frauen die mit dem Corona-Virus infiziert sind kein Lachgas verwenden dürfen. Durch das Lachgas könnte sich das Virus schneller ausbreiten.

Zum Schluss noch zu zur meistgestellten Frage der Männer:
„Nein, lachen werden die Frauen nicht!“
Der Name kommt wahrscheinlich daher, dass man früher, durch die höhere Dosierung des Gemisches in Euphoriezustände kam.

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