Bauchschmerzen.

Wenn das Baby weint, denkt man als junge Eltern zuerst an den Hunger!
Dann merkt man, dass das Weinen manchmal auch einfach nur ein Ausdruck für das Bedürfnis nach Nähe ist oder die volle Windel stört. Mit der Zeit hört man dem Weinen an, was das Baby hat. Ist es ein „Ich habe Hunger – Weinen“, ein „Ich möchte nicht allein sein – Weinen“, ein „Meine Windel ist voll – Weinen“ oder ist es sogar ein „Ich habe (Bauch)-Schmerzen – Weinen“?

Bei den Bauchschmerzen ist es ganz typisch, dass Babys stark und schrill weinen, sich dann wieder beruhigen und es kurz danach wieder los geht. Denn die Bauchschmerzen kommen meist als Krämpfe. Sind die Krämpfe da, weint das Baby, streckt sich durch und ist sehr angespannt. Sobald der Krampf weg ist, lässt es sich beruhigen und ist wieder entspannt.

Aber was hilft nun gegen die Bauchschmerzen?

Fliegergriff
Als erstes kann man versuchen, das Baby mit dem Fliegergriff zu beruhigen. Trägt man es so, hat es einen Druck auf den Bauch, was Linderung bringen kann.

Pucken
Nach dem gleichen Prinzip funktioniert das Pucken. Der Druck des Tuches auf den Bauch hilft bei Krämpfen. Auch ist es sinnvoll, ein warmes Kirschkernkissen auf den Bauch zu legen. Denn Wärme lindert Schmerzen.

Tragetuch
Auch die Position im Tragetuch kann helfen. Zudem hat das Mami so das Baby nahe bei sich und kann trotzdem noch etwas anderes machen. Denn ein Baby mit Bauchschmerzen zu tragen, ohne Tragetuch, kann sehr anstrengend werden. Vor allem wenn noch ältere Kinder da sind, die auch etwas von der Mama möchten.

Bauchlage
Auch diese Position kann angenehm sein für das Baby wenn es Bauchschmerzen hat.

Nuggi
Meist wollen Babys auch saugen, wenn sie Schmerzen haben. Denn das Saugen beruhigt sie und lindert die Schmerzen. Stillen oder den Schoppen geben ist in diesem Moment meist nicht sinnvoll, da sie so nur ihrem Magen weiter mit Milch füllen und noch mehr zum Verdauen haben.

Bauchmassage
Manchmal hilft eine Bauchmassage im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel. Mit drei Fingern darf man rundherum mit etwas Öl und leichtem Druck massieren. Auch hilft es, wenn man danach die Beinchen vorsichtig in Richtung Bauch anhebt und leicht kreist.

Babybad
Auch beim Babybad wird die lindernde Wärme des Wassers genutzt. Manche Kinder mögen das sehr gerne und können sich bei Krämpfen entspannen.

Fencheltee
Da dem Baby keine zusätzliche Flüssigkeit gegeben werden soll, empfehlen wir dies nicht. (Wenn jemand wissen möchte warum, kann er es hier nachlesen)
Jedoch kann ein Mami das stillt, selber Fencheltee trinken. Und wenn man seinem Baby den Schoppen gibt, kann man diesen mit Fencheltee anmachen, anstatt mit normalem Wasser. So hat es keine zusätzliche Flüssigkeit und trotzdem die verdauungsfördernde Wirkung des Fencheltees.

Säuglingszusatznahrung
Kinder die keine Muttermilch erhalten oder zusätzlich zum Stillen noch Zusatznahrung bekommen leiden öfters an Bauchschmerzen. Wenn das Kind ständig darunter leidet, sollte man sich überlegen das Produkt zu wechseln. Jedoch sollte man sich dann für ein Produkt entscheiden, damit sich der Magendarmtrakt daran gewöhnen kann.

Milchsäurebakterien
Bei Babys beginnt die Darmbesiedelung erst nach der Geburt. Sie erhalten die dafür nötigen Keime bei der Geburt von ihrem Mami. Durch das Stillen wird der Darm des Babys dann weiter besiedelt mit Milchsäure- und Bifidobakterien. Die sich allmählich entwickelnde Darmflora hilft dem Kind bei der Verdauung und das vermehren der nützlichen Bakterien steigert die Balance des Darmes.
Nach einem Kaiserschnitt hingegen fehlt diese natürliche Besiedelung mit den Keimen.
Wenn ein Baby Probleme mit der Verdauung hat, kann man diese Milchsäurebakterien zusätzlich verabreichen. Dafür gibt es verschiedene Produzenten. Zwei die wir kennen und empfehlen können sind BiGaia und Lactibiane.

Medikamente
Es gibt auch für Babys Medikamente die bei Blähungen und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt helfen. Dies sollte aber immer nur in Rücksprache mit der betreuenden Hebamme oder dem Kinderarzt angewendet werden.

Wichtig ist es zudem auf die Ausscheidung des Babys zu achten um Veränderungen zu bemerken. Wie der Stuhlgang sein sollte könnt ihr in unserem Beitrag zur Ausscheidung nachlesen.

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