Stillen im Sommer.

Willkommen Sommer und Hallo Durst.
Für Kinder und Erwachsene ist es wichtig in der Hitze genug Wasser zu trinken um nicht auszutrocknen. Vor allem stillende Mütter, sollten darauf achten, genug zu trinken. Jedoch kann man auch zu viel trinken und dann wird die Milchmenge nicht etwa gesteigert, sondern durch das Ausscheiden von viel Urin, kann sie sogar gesenkt werden. Als Faustregel gilt, bei jeder Stillmahlzeit ein Glas Wasser zu trinken und natürlich auch immer dann, wenn man Durst hat.

Und wie sieht es bei Säuglingen aus? Haben Babys in der Hitze auch mehr Durst? Muss man ihnen auch Wasser anbieten oder reicht die Muttermilch oder Säuglingsmilch aus? Oder schadet man sogar seinem Baby wenn man ihm Wasser gibt?

Vielleicht habt ihr als Stillende auch schon beobachtet, dass euer Kind, wenn es warm ist, häufiger trinken möchte, aber auch schneller die Stillmahlzeit wieder beendet.
Woher kommt das?
Während dem Stillen verändert sich die Muttermilch. Zu Beginn der Stillmahlzeit, ist die Muttermilch wässriger und somit löscht sie den Durst des Babys am Besten. Je länger man stillt, desto fetthaltiger wird die Milch und dient dazu den Hunger zu stillen. Da das Baby durch die Hitze durstig ist, möchte es vermehrt kurze Stillmahlzeiten um die wässrige Muttermilch zu bekommen. Deswegen ist es also in Ordnung, wenn sich dein Baby häufiger meldet und trinken möchte. Auch Kinder die Säuglingsmilch erhalten, haben bei Hitze häufiger Durst. Die Milch soll aber genau wie auf der Verpackung angegeben zubereitet und nicht verdünnt werden.

Ihr seht also, euer Baby braucht keine zusätzliche Flüssigkeit ausser Muttermilch. Seinem Neugeborenen Wasser zu geben kann sogar schwere Folgen haben. Das Wasser füllt den Magen des Kindes auf, ohne es zu nähren. Dies führt dazu, dass es die nahrhafte Muttermilch nicht mehr trinken mag, an Gewicht verliert und die Muttermilchmenge zurück gehen kann. Bei zu viel Wasser kann man sein Kind sogar vergiften. Eine Wasservergiftung kann zu Krampfanfällen bei Säuglingen führen, da die Niere bis zum ersten Lebensjahr noch nicht vollständig ausgereifte ist und es die zusätzlichen Wassermengen nicht genug schnell verarbeiten kann. Daraus entsteht ein Ungleichgewicht im Natriumhaushalt im Blut des Babys. Deswegen sollte man seinem Baby kein Wasser verabreichen, solange es nur gestillt oder geschöppelt wird. Erst mit der Einführung von Beikost, darf auch Wasser zu den Mahlzeiten angeboten werden. Denn zu diesem Zeitpunkt nimmt es über die feste Nahrung mehr Salz auf und kann so den Natriumhaushalt ausgleichen.

Dein Kind ist also im Sommer vielleicht ein wenig durstiger und möchte häufiger trinken. Mit Muttermilch oder Säuglingsmilch ist es aber optimal versorgt.

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